Dressurreiten – Die Gymnastik der Pferde



Beim Dressurreiten geht es darum, das Pferd Aufgaben absolvieren zu lassen, die in gewissem Sinne auf seinen natürlichen Anlagen basieren. Ziel ist, dass das Pferd diese Aufgaben möglichst exakt mit möglichst wenig Hilfen des Reiters durchführt.
Das Dressurreiten kann man dabei durchaus mit Gymnastik für Menschen vergleichen. Das Pferd soll durch die Dressur gesund, ausdrucksstark und selbstsicher bleiben beziehungsweise werden.



Die älteste Überlieferung des Dressurreitens findet sich bereits um 500 v. Chr. Jedoch war die Dressur damals vor allem eine Ausbildung für das Pferd, die Gehorsam und Willigkeit des Pferds zum Ziel hatte. Deshalb war die Dressur vor allem im Militär ein sehr wichtiger Bestandteil in der Ausbildung zu Pferd.

Es ist also kein Wunder, dass das Dressurreiten als Sporart Ende des 19. Jahrhunderts unter Offizieren entstand, die ihre Pferde untereinander antreten ließen. Zunächst war die Dressur als Sport auch nur diesen vorbehalten.
Seit 1912 ist Dressurreiten olympische Disziplin. Seit 2009 werden dabei Männer und Frauen gemeinsam gewertet, Frauen dominieren das Dressurreiten jedoch. Deutschland stellt mit die erfolgreichsten Dressurreiter und -pferde der Welt.

Eine Dressuraufgabe besteht aus einer gewissen Anzahl von Lektionen. Diese werden dann entweder in einer bestimmten Reihenfolge oder zu Musik vorgetragen. Diese Übungen werden in allen Schrittarten Schritt, Trab und Galopp vorgetragen.
Das Pferd läuft dabei im Kreis, auf Schlangenlinien, vorwärts, seitwärts oder rückwärts. Die Dressurkür findet dabei auf einem viereckigen Platz statt.

Besonders schwierige Übungen bei der Dressur sind beispielsweise die Transversale, Piaffe oder Galopppirouette. Bei einem Tunier bewerten dann fünf Richter den Vortrag. Kriterien sind unter anderem Sitz und Hilfen des Reiters, Korrektheit der Übung, Rittigkeit und Bewegung des Pferds.